Theorie und Praxis der Online-Partizipation

Zusatzmodul für Studierende der Informatik, Sozialwissenschaften, Rechtwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Psychologie

 Ab dem Wintersemester 2012/13 wird im Rahmen der Forschungsgruppe das interfakultäre Zusatzmodul Theorie und Praxis der Online-Partizipation angeboten. Das Angebot richtet sich an Studierende aller an der Forschergruppe beteiligten Disziplinen und ist zunächst als eine Veranstaltung im freien Wahlbereich konzipiert. Ergänzend zum Fachstudium bietet das Zusatzmodul eine berufsqualifizierende Kompetenz in einem Bereich, der in Politik, Verwaltung und Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Folgende Lernergebnisse sind für das Zusatzmodul definiert:

  • Die Studierenden kennen die grundlegenden Theorien und Ansätze der Online-Partizipation.
  • Die Studierenden können im Kontext ihres spezifischen Berufs- und Arbeitsfelds das Potential onlinegestützter Partizipationsverfahren einschätzen.
  • Die Studierenden sind dazu befähigt, onlinegestützte Partizipationsprozesse zu implementieren bzw. ihre Implementierung zu moderieren.

Das Zusatzmodul erstreckt sich über zwei Semester und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Die Voraussetzung für die Erlangung des Zertifikats ist die erfolgreiche Teilnahme an allen Lehrveranstaltungen des Moduls. Ab dem WiSe 12/13 soll das Zusatzmodul mit einer Kapazität von 40 Studierendenplätzen starten. Die Mitglieder der Forschergruppe werden einen Teil der Lehre abdecken. Für die Abdeckung der weiteren Lehre und die Koordination des Moduls steht zudem eine vollen wissenschaftliche Mitarbeiterstelle zur Verfügung.

Die Forschergruppe Internetvermittelte Kooperative Normsetzung strebt eine dauerhaften Verzahnung von Forschung und Lehre an. Vor dem Hintergrund der praktischen Erfahrungen und den Evaluationsergebnissen wird entschieden, ob das Modul nach dem Ablauf der zwei Jahre als Zusatzmodul im Wahlbereich weitergeführt werden soll oder aber in einzelne Studiengänge integriert werden kann.

Aufbau des Zusatzmoduls

1. Semester Ring-Vorlesung (2 SWS)

In der Ring-Vorlesung wird aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven in die Theorie und Praxis der Online-Partizipation eingeführt. Die Ring-Vorlesung wird durch die Forschergruppe Kooperative Normsetzung getragen.

Kolloquium

An fünf Terminen findet ein öffentlicher Vortrag und ein Kolloquium statt, zu dem Experten aus Wissenschaft und Praxis eingeladen werden, die über aktuelle onlinegestützte Partizipationsprojekte und ihrer Evaluation berichten. Der Vortrag richtet sich nicht nur an Studierende des Zusatzmoduls, sondern an alle Interessierte der Universität.

2. Semester Projektkurs (2 SWS)

In interdisziplinären Teams entwickeln Studierende Anwendungskonzepte einer onlinegestützten Partizipation für einen bestimmten Bereich. Die Projekte werden am Ende des Semesters im Format eines wissenschaftlichen Workshops vorgestellt.

Wissenschaftlicher Kurs (2 SWS)

In dem Kurs werden Potentiale und Probleme einer onlinegestützten Partizipation aus wissenschaftlicher Perspektive behandelt.

 

Der Erwerb eines Zertifikats verlangt die aktive Beteiligung an allen Veranstaltungen des Moduls und eine mündliche Leistungsprüfung zum Abschluss. Die aktive Beteiligung wird in der Ring-Vorlesung und im wissenschaftlichen Kurs durch einen unbenoteten Test, im Projektseminar durch eine Projektpräsentation und im Kolloquium durch die regelmäßige Anwesenheit nachgewiesen. Die mündliche Leistungsprüfung wird benotet.